LebensZeichen

Es gibt uns noch - und wir sind seit über einem Jahr mehr oder weniger im Verborgenen aktiv!


Seit Januar proben die SängerInnen vom Neuen Kammerchor Heidenheim jeden Samstag etwa vier Stunden lang.

Das klingt ja wie immer, könnte man meinen. Aber es gibt da - der momentanen Situation geschuldet - einen kleinen Haken.


Während sonst rund 70 jugendliche Stimmen im Probensaal erklangen, sitzen heute lauter Jugendliche zu Hause vor dem Laptop und üben, nach Stimmgruppen geordnet und ohne die anderen hören zu können, vier- bis achtstimmige Stücke ein.

Online-Proben sind, das lässt sich nicht schön reden, schwierig, anstrengend und ohne Perspektiven manchmal auch frustrierend - aber eben besser als nichts!


In dieser außergewöhnlichen Probensituation haben wir neben etlichen a cappella – Werken bereits das gesamte Requiem von Gabriel Fauré einstudiert, allerdings leider noch nie live zusammen gesungen.

Glücklicherweise durften wir im Rahmen unserer Reihe TOTAL SAKRAL 14 Gottesdienste in kleinsten Besetzungen musikalisch umrahmen, was mit großer Dankbarkeit von Kirchengemeinden im gesamten Landkreis Heidenheim angenommen wurden.

So konnten wir den SängerInnen auch in Zeiten von Corona Lichtblicke in Form der kleinen Auftritte geben.


Doch unsere Jugendlichen - und da sind sich alle einig - vermissen nichts mehr, als das Singen in der Gemeinschaft und ihre Freundschaften, die unter der momentanen Situation leiden müssen.

Aus dieser Sehnsucht heraus entstand die Idee ein Online–Videoprojekt zu realisieren, um unsere Chor–Gemeinschaft wieder mehr in den Mittelpunkt zu rücken und so auf unsere Weise eine Nachricht an alle, die uns am Herzen liegen, zu senden:


„That‘s What Friends Are For“, ein Popsong aus dem Jahre 1982 sollte für diesen Zweck genau das Richtige sein.


Unser FSJ Kulturfreiwilliger Nathanael Koloska übernahm dabei die Organisation des Projektes sowie die technische Umsetzung.

Nach Einspielung des Klavierparts bekamen alle SängerInnen die Audio-Datei zugesandt und sangen nun ihre jeweilige Chorstimme ein, um diese als Audio– und Videodatei aufzuzeichnen.

Damit begann die eigentliche Fleißarbeit: Die über 45 Audio–Spuren mussten nun im Schneideprogramm übereinander gelegt, synchronisiert und anschließend in Sound und Lautstärke angeglichen werden. Um einen Beat und etwas Groove ergänzt wurde das Ganze durch die von Constantin Balle eingespielte Schlagzeug–Spur, die ebenfalls in die Gesamtaufnahme eingearbeitet wurde.


Beim anschließenden Zusammenschneiden der vielen „Schnipsel" brachte Nathanael die verbindende Harmonie unserer Gemeinschaft und Freundschaft zum Ausdruck und achtete dabei gleichzeitig darauf, den individuellen Stimmen und Charakteren Freiraum zur Entfaltung zu lassen.


Veröffentlicht wird das Video zum Muttertag am 9. Mai auf unserem YouTube-Channel.


Nachdem leider auch unser Eröffnungskonzert der Musikfestwochen Oberschwaben im Münster Obermarchtal abgesagt wurde, das heute stattgefunden hätte, möchten wir - wie jedes Jahr - zumindest auf diesem Wege ein kleines Dankeschön an alle Mütter senden.


Viel Spaß beim Anhören und Genießen!





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