So., 03. Okt. | Heidenheim an der Brenz

Gabriel Fauré - Requiem Opus 48 // 18 Uhr

Konzert 2 Wir freuen uns, dass Dank einer großzügigen Spende durch die Stefan - Doraszelski - Stiftung der Neustart des Neuen Kammerchor Heidenheim nach dem Stillstand des Konzertbetriebs durch der Pandemie mit diesen beiden Konzerten ermöglicht wird.
Anmeldung abgeschlossen
Gabriel Fauré - Requiem Opus 48 // 18 Uhr

Zeit & Ort

03. Okt., 18:00
Heidenheim an der Brenz, Alfred-Bentz-Straße 6, 89522 Heidenheim an der Brenz, Deutschland

Über die Veranstaltung

Fauré vollendete die Komposition seines Requiems – seines einzigen größeren Werkes mit einem religiösen Text als Basis – 1887 im Alter von 42 Jahren. Er schrieb das Werk zwischen dem Tod seines Vaters (1885) und dem seiner Mutter (1887). Es wurde erstmals am 16. Januar 1888 in der Pariser La Madeleine zur Jahresgedächtnisfeier des Architekten Joseph-Michel Le Soufaché aufgeführt. Der Chor umfasste dabei nur etwa 30 Sänger (20–25 Knaben und 8–10 Männer), die Instrumentalbesetzung bestand nur aus geteilten Bratschen, Celli, Kontrabass, Solovioline, Harfe, Pauken und Orgel.

Im Laufe der folgenden Jahre erstellte Fauré eine größer besetzte zweite Fassung, bei der u. a. Bläser berücksichtigt sind. Deren Premiere fand 1900 anlässlich der Pariser Weltausstellung vor rund 5000 Zuhörern statt. Das Requiem wurde auch bei Faurés Beerdigung (1924) gegeben.

Aus aktuellem Anlass verzichten wir auf eine Orchesterbesetzung zugunsten einer Klavierfassung.

Faurés Requiem weicht in mehrerlei Hinsicht von der traditionellen Totenmesse ab. Im Gegensatz zum traditionellen Ablauf der Messe, und insbesondere zu den Kompositionen von Hector Berlioz und Giuseppe Verdi, verzichtet Fauré auf eine dramatisierende Darstellung des Dies irae und beschränkt sich auf die Vertonung von dessen letztem Vers, dem Pie Jesu. Dagegen fügte er das In paradisum aus den Exequien hinzu, das traditionell bei der Überführung des Leichnams von der Kirche zum Friedhof erklingt. Insgesamt war es Fauré ein Anliegen, ein friedvolles Bild des Todes zu zeichnen. In vielen Passagen gleiten Moll-Klänge von Chor und Orchester in stimmungsvolle Dur-Akkorde und lassen tröstend das Himmelreich erahnen.

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