Gregorianik im Kloster Münsterschwarzach

In den Herbstferien war der Neue Kammerchor Heidenheim in Schloss Weikersheim zum Proben: Fast jedes Jahr sorgt Chorleiter Thomas Kammel dafür, dass neue Chormitglieder sich bei einem „Warm-up Weekend“ in den Chor integrieren können und die Chorarbeit ausgiebig kennenlernen.

In der Musikakademie Schloss Weikersheim waren die 60 jugendlichen SängerInnen dieses Jahr von Freitag bis Sonntag untergebracht. Neben den ausgiebigen Proben für die kommenden Konzerte und den Wettbewerb in Maastricht, an welchem der Neue Kammerchor im Februar teilnehmen wird, erprobte Kammel auch neue Weihnachtsliteratur. In offenen Gesprächen und gemeinsamen Abendprogrammen haben sich die Schüler besser kennengelernt und neue Mitglieder wurden somit integriert.

Eine der beiden Stimmbildnerinnen des Neuen Kammerchors war am Freitag ebenso anwesend. Seit über einem Jahr begleiten den Chor die zwei Stimmbildnerinnen Katarzyna Jagiello und Kerstin Barwitz. Seitdem wird die stimmliche Arbeit der SängerInnen besser gefördert und der Chorklang hat sich merklich verbessert.

Am Samstagnachmittag fuhr der Chor nach Schwarzach in die Benediktinerabtei Münsterschwarzach. Dort wurden sie bereits von den etwa 80 Benediktiner-Mönchen erwartet. An der Wirkungsstätte von Godehard Joppich, einer der bedeutendsten Erforscher und Interpreten des Gregorianischen Chorals in Europa, warteten Workshops zum Thema Gregorianik auf die jungen SängerInnen. Bei Pater Rhabanus lernte der Chor in einem Workshop etwas Theorie über die Gregorianik.

Die Gregorianik, benannt nach Papst Gregor I., ist ein liturgischer Kirchengesang, der unbegleitet und einstimmig gesungen wird. Da gregorianische Liedtexte nicht in der heutzutage üblichen Notierweise stehen, müssen sie erlernt sein und können nicht „vom Blatt“ gesungen werden. Das erfuhren die jungen SängerInnen bei einem weiteren Workshop bei Bruder Wolfgang. Hier wurden gregorianische Choräle praktisch angegangen und die Schüler lernten, mit einem anderen Notenschlüssel und einer Notenlinie weniger zu singen, die Quadratnotation zu lesen und die Neumen zu deuten.

In der abendlichen Vesper durfte der Neue Kammerchor ein geistliches Werk zum Eingang präsentieren. Aus dem breiten Repertoire wählte Thomas Kammel den 100. Psalm „Jauchzet dem Herrn“ von Mendelssohn Bartholdy aus. Während der Vesper wurden fast ausschließlich gregorianische Choräle gesungen, bei welchen die SängerInnen des Neuen Kammerchors ihr soeben Gelerntes anwenden konnten. In der Vesper war auch der bekannte Autor und Referent Anselm Grün anwesend.

Nach einer kurzen gesanglichen Einlage in einem Wirtshaus in der Nähe des Klosters begab sich der Chor wieder nach Weikersheim. Nach einer letzten Probe am Sonntagvormittag kehrten die 60 Jungendlichen erschöpft, aber beschwingt und gut vorbereitet auf die kommenden Konzerte nach Heidenheim zurück.

Luise Wenig

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