Karl Jenkins - Stabat Mater

So 28. Feb 2016 - 18 Uhr

Stadtkirche Giengen

Mezzosopran - Seda Amir-Karayan / Armenien

Ensemble Jadis

Klavier - Bernd Grill

Neuer Kammerchor Heidenheim

Leitung - Thomas Kammel

Karten 10,- / 15,- € (Schüler halber Preis)

Ticketshop Pressehaus (zzgl. Vorverkaufsgebühr)

Musikhaus Klein

Schreibwaren Süßmuth Giengen

Die Altistin Seda Amir-Karayan

wurde in Eriwan, Armenien, geboren. Schon als sechsjähriges Mädchen sang sie in dem Kinderchor „Arevik“ als Solistin, mit Auftritten in Rundfunk und Fernsehen. An der Staatlichen Musikhochschule Eriwan studierte sie zunächst Jazzgesang bei Professor Robert Amirkhanyan, dem bedeutendsten armenischen Liedkomponisten. Seit 2000 tritt sie mit ihm zusammen als eine der bekanntesten Interpretinnen seiner Musik in vielen Ländern der Erde auf. Im Rahmen dessen wurde in Deutschland die CD „Die Stimme Armeniens“ aufgenommen. Daneben hat sie sich als Solistin armenischer Sakralmusik einen Namen gemacht, insbesondere mit dem berühmten Geghard Ensemble für Frauenstimmen.

2005 nahm Seda Amir-Karayan ihr Studium der Musikwissenschaft an der Musikhochschule Eriwan bei Professor Mher Navoyan auf, mit Schwerpunkt Armenisch-Mittelalterliche Kirchenmusik. 2011 absolvierte sie den Masterabschluss mit einer Arbeit über den „Niedergang Armenischer Hymnographie vom XIII. bis XV. Jahrhundert“.

Während ihrer wissenschaftlichen Beschäftigung entdeckte sie ihre große Liebe für die klassische europäische Musik, besonders für das Deutsche Kunstlied. Seit Oktober 2011 studiert sie Gesang an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart bei Professor Ulrike Sonntag mit Schwerpunkt Oratorium und Lied. Im Juli 2013 absolvierte sie ihren Bachelor-Abschluss mit der Bestnote 1,0 und studiert seit Oktober 2013 im Master Konzertgesang.

Im Mai 2013 gewann sie beim Podium Junger Gesangssolisten in Zwickau den 1. Preis. In Würdigung Ihrer besonderen Leistung und Begabung wurde ihr für das Studienjahr 2014/15 ein Deutschlandstipendium verliehen. Sie war Teilnehmerin von Meisterkursen mit Helen Donath, Malcolm Walker und Margreet Honig.

Bereits neben ihrem Gesangsstudium ist Seda Amir-Karayan eine gefragte Konzertaltistin. So sang sie im Dezember 2011 die Altpartie im „Messias“, im Februar 2012 das „Stabat Mater“ von Karl Jenkins. Im März 2012 war sie die Solistin der „Misa Tango“ in mehreren Aufführungen in Argentinien mit dem Neuen Kammerchor Heidenheim und Martin Palmeri am Klavier. Im Juli 2012 übernahm sie in der Uraufführung des Oratoriums „Sieben Lieder über Liebe und Frieden“ von Robert Amirkhanyan in Heidenheim die große Solopartie, gefolgt von der armenischen Uraufführung mit dem Armenischen Philharmonieorchester in Eriwan im Mai 2013.

Im August 2012 war sie unter der Leitung von Helmuth Rilling im „Paulus“ beim Musikfest Stuttgart und beim Rheingau Musikfestival zu hören. Im Juli 2013 sang sie die Altpartie in der „Petite Messe Solennelle“ von Gioachino Rossini in der Stiftskirche Tübingen. Im November desselben Jahres ist sie in der Alt-Rhapsodie von Johannes Brahms und mit Michael Tippetts „A Child of our Time“ unter der Leitung von Horst Mainardus mit dem Philharmonischen Chor Köln und der Neuen Philharmonie Westfalen in der Kölner Philharmonie aufgetreten. Darauf folgte im selben Monat ihr Debut in der Philharmonie Berlin mit Beethovens C-Dur Messe mit Camerata Vocale Berlin unter der Leitung von Etta Hilsberg. Die Bachakademie Stuttgart berief Seda Amir-Karayan als Altsolistin für die Bachwoche 2014. Am Karfreitag 2014 folgte die Matthäuspassion von C. Ph. E. Bach in der Philharmonie Berlin.

Karl Jenkins

ist ein walisischer Keyboarder, Oboist, Saxophonist und Komponist. Seit 1975 ist er mit der walisischen Musikerin Carol Barratt verheiratet, die auch den Text zu einigen seiner Werke verfasste. Karl Jenkins wurde bekannt durch seine Mitgliedschaft in den Gruppen Soft Machine und Adiemus.

Jenkins erhielt Klavierunterricht durch seinen Vater, der im Ort Lehrer, Organist und Chorleiter war. Als Oboist wirkte er im Nationalen Jugend-Orchester von Wales mit. Seine professionelle Musikerkarriere begann er als Erster Oboist im National Orchestra of Wales. Während seiner Studienzeit an der Royal Academy of Music beschäftigte er sich auch mit Jazz und wurde 1970 Mitglied von Ian Carrs Band Nucleus.

1972 wechselte er zu Soft Machine. Auch hier stieg er neben Bandchef Mike Ratledge zum wichtigsten Komponisten auf und ersetzte ihn außerdem nach dessen Band-Ausstieg im Jahr 1976 an den Keyboards.

In den achtziger Jahren verfasste er überwiegend Werbemusiken (z. B. die berühmte Streichersuite „Palladio“ – inspiriert von Bauten des Renaissance-Architekten Andrea Palladio in Venedig – für die Diamantenwerbung). Im Jahrzehnt darauf gelangen ihm mit dem Ensemble Adiemus große Erfolge. Hier führte er mit breit und konzertant angelegten Chor-Arrangements seine musikalischen Erfahrungen zusammen, die von Pop über Symphonik und geistliche Chormusik bis hin zu ethnischer Musik reichten. Mit Adiemus war er sowohl im Klassik- wie auch im Pop-Bereich sehr erfolgreich und erlangte mit seinen Alben mehrfach Gold- und Platinstatus.

2007 war er maßgeblich an Mike Oldfields neuem Album „Music of the Spheres“ beteiligt, welches im März 2008 erschien. Ebenfalls im März 2008 erschien sein neuestes Werk „Stabat Mater“.

Am 12. Juni 2010 wurde er zum Commander des Order of the British Empire ernannt.

Das Stabat mater ist ein mittelalterliches Gedicht, das die Gottesmutter in ihrem Schmerz um den Gekreuzigten besingt. Die Verfasserschaft ist ungeklärt, das Gedicht wurde in der Vergangenheit unter anderem Papst Innozenz III. († 1216) sowie den Franziskanermönchen Iacopone da Todi († 1306) und Johannes Bonaventura († 1274) zugeschrieben.

Das Stabat mater fand 1521 Eingang in das Missale Romanum, wurde aber wie fast alle Sequenzen durch das Konzil von Trient aus dem Gottesdienst verbannt. 1727 wurde es bei der Einführung des Festes „Septem Dolorum Beatae Mariae Virginis“ als Sequenz in den Messtext und als Hymnus in das Brevier der katholischen Kirche aufgenommen und gehört seither wieder zur katholischen Liturgie. Allerdings wurde das 1727 auf den Freitag nach dem Passionssonntag gelegte Fest durch die Liturgiereform des 2. Vatikanischen Konzils abgeschafft, so dass das Stabat Mater nur noch am 15. September, dem Gedächtnis der Schmerzern Mariä, gesungen oder gebetet wird.

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Bilder: Daniel Paus, Kalle Linkert, Franz Wagner, Georg Schabel, Dr. Thomas Bünnigmann, Cosima Kammel,  Luisa Kammel, Theresa Kammel