Über uns

Nulla etica sine esthetica.

Seit seiner Entstehung im Jahr 2005 besteht der Neue Kammerchor Heidenheim aus etwa 70 bis 80 Jugendlichen, die sich unter der Leitung von Thomas Kammel jeden Samstag zur Probe treffen.

Das Repertoire, welches die jugendlichen Sängerinnen und Sänger auf Wettbewerben, Chorreisen und rund 40 Konzerten im Jahr präsentieren, reicht von von Volkslied bis Gospel, von geistlichen Gesängen bis hin zu Operetten.

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Einblick

Wenn der Beruf zur Berufung wird: ​

2005 gründet Thomas Kammel, Musikpädagoge am Schiller-Gymnasium, den Neuen Kammerchor – nach besonderen Regeln: Der Anspruch ist hoch. Geprobt wird samstags, stundenlang. Den Jugendlichen ist’s recht. Es gibt erste Auftritte, weitere folgen. Immer mehr werden es, immer größer wird der Radius. 

Heute stehen etwa 40 Konzerte pro Jahr auf dem Programm. Die Goldmedaillen bei Wettbewerben füllen bald eine Vitrine. Es gibt Konzertreisen in alle Welt: Estland und Finnland, Brasilien, Balkan, Mexico und Guatemala, Rumänien – gefördert von Sponsoren, unter anderem durch die Heidenheimer Volksbank. 2014/15 wird der Chor Patenchor des SWR Vokalensembles, im Herbst 2019 Patenchor der internationalen Bachakademie Stuttgart und der Gächinger Cantorey.

Einen Einblick in eine Probe am Samstagmorgen bietet einen wunderbaren Einstieg in die Idee dieses weltweit erfolgreichen Jugendchors. Die Probe gestaltet sich vielfältig: den Text rhythmisch sprechen, zwischenzählen, einzelne Stimmen, schließlich tutti – um dann wieder zu feilen. „Das ist wirklich gute Musik, ihr könnt es langsam erahnen!“, motiviert Thomas Kammel die Sängerinnen und Sänger. Und der Chor? In den Gesichtern ist zu lesen, wie der Reifeprozess die Jugendlichen mitreißt; die Augen leuchten, sie singen einander zugewandt, beginnen zu wippen und lassen sich durch jeden Fortschritt weiter motivieren. Aus spürbarer Freude entsteht höchste Klangqualität.

 

Bei einem  Interview mit Chorsängerinnen und -sängern stellt sich heraus, dass für sie seit Jahren die Freude an der Musik, sowie die besondere Gemeinschaft zählen: „Wir haben hier sehr gute Freunde, nirgends sonst trifft man so unterschiedliche Menschen und Charaktere aus mehreren Altersstufen.“ Toleranz und Akzeptanz werden großgeschrieben. Außerdem sind die Reisen etwas ganz Besonderes: „Die Kultur in Guatemala war sehr beeindruckend, durch die Gastfamilie bekamen wir tiefe Einblicke!“

 

Doch längst nicht alles ist einfach, schon gar nicht in diesem Frühjahr. Die für Mai 2020 geplante große Konzertreise nach Südafrika und Namibia musste schweren Herzens wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden, ebenso eine Reihe von Konzerten. Wie es nach der Sommerpause weitergeht, ist noch unklar. Das afrikanische Sprichwort und Motto des Neuen Kammerchors aber gilt auch jetzt:

„If you want to go fast, go alone. If you want to go far, go together.“

 

Annette Schlenker (Ulm) im Sommer 2020

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